Melbourne West

Seven-Eleven bietet guten Kaffee für 1,- AUD und wenn man sich am Vorabend im Supermarkt, kurz vor Ladenschluss die vergünstigten Muffins sichert, bekommt man ein tolles Frühstück für Zwei, ab 3,- AUD. Heute nehmen wir uns alle Sehenswürdigkeiten in West Melbourne vor. Zuerst geht es in das Parlament. Die Australier sind Teil des British Commonwealth und haben daher eine etwas andere Regelung der Regierung wie wir. Ich hoffe wir haben das richtig verstanden und geben das nun richtig weiter. Falls nicht, sorry! Also das Parlament ist in zwei Häuser unterteilt, dass Lower und das Upper House. Wird nun ein Gesetz benötigt, erstellt das Lower House den Gesetzesentwurf und gibt diesen an das Upper House weiter. Die sagen dann, gut oder auch nicht. Da wir an einer geführten Tour teilnehmen, werden wir durch das Parlament geführt und bekommen allerlei Informationen. Als wir gerade im Upper House sitzen und unser Tourguide über den Raum berichtet, betritt ein Mann im mittleren Alter den Raum. Als die Dame ihn in ihrem Rücken bemerkt, stellt sie uns den Präsidenten des Upper Houses vor. Jetzt würde man denken, dass das spießige und steife Leute sind. Dieser ist aber sehr locker und nett. Die Räume sind mit echtem Gold verziert, dessen Wert immer noch nicht bekannt ist.

 

Als nächstes nehmen wir uns das Old Treasury Gebäude, also das alte Finanzamt, vor. Was sich ziemlich öde anhört, bietet eine tolle Ausstellung über geschichtliche Dinge. Die Goldgräber-Zeit, Ned Kelly den berühmten Bushranger, Aborigines und die Gründung von Melbourne. Alleine die Architektur des Gebäudes ist schon toll. Viele Ehepaare nützen dieses Gebäude um zu heiraten. Heiraten im Finanzamt find ich jetzt zwar nicht so prickelnd, aber jeder wie er will.

 

Gleich daneben ist der Treasury Park und im Anschluss der Fitzroy Garden. Man spürt schon richtig wie es hier Herbst wird. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Luft riecht schon so herbstlich und vor allem ist es nicht mehr ganz so warm. In den Parks gibt es kleine Seen, ein Chinesen überfülltes Blumenhaus, ein altertümliches Haus von Captain Cook und natürlich die Vegetation. Auf dem Rückweg zur Unterkunft, machen wir noch einen kleinen Abstecher in die St. Patricks Cathedral. Diese Kirche ist ganz schön groß, aber recht schlicht gehalten. Es gibt eine überdimensionale Orgel, mehrere kleine Gebetsbereiche und unzählige Bankreihen.

 

Zum Abendessen gehen wir heute nach Chinatown. In dem chinesischen Lokal rennen zwar ungefähr 10 Kellner durch die Gegend, doch bestellen muss man per Touchscreen-Monitor. Anna hat eine Art Bandnudeln mit Fleisch und Gemüse und bei mir gibt es Pekingnudeln mit Fleischsoße und Erdnusssoße. Also Spagetti Bolognese auf Chinesisch. Die Erdnusssoße hatte ich aber beim Bestellen nicht gesehen und beim ersten Probieren stellt sich heraus, sie schmeckt unglaublich eklig.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0