Fraser Island

Der Wecker klingelt pünktlich um 6.15 Uhr, was uns wie immer nicht gleich aus dem Bett reißt. Frühstücken, Badesachen und natürlich genügend zum Trinken einpacken, denn heute soll es warm werden. Um 7.15 Uhr werden wir dann vom Shuttle-Bus abgeholt und zur Fähre gebracht. Diese fasst ungefähr 15 4x4-Fahrzeuge und 50 Personen. Die Sonne brennt auf das oberste Deck, zwischendurch eine kleine Brise, ehe es losgeht. Die 20-minütige Überfahrt ist dank der ruhigen See sehr schön und einstimmend für die bevorstehende Tour. Dort angekommen stehen die MAN-Trucks mit aufgesetzter Gästekabine bereit. Bereits nach den ersten Metern ist klar, dass wird alles andere als eine gemütliche Fahrt. Der Fahrer ist ziemlich witzig drauf und erzählt uns erste Geschichten über die Insel. Keine 10 Minuten gefahren und schon ein unplanmäßiger Stopp. Eine koreanische Familie hat sich auf der Sandstraße einen Platen gefahren. Kein weiterkommen für die Familie, daher werden diese kurzerhand bei uns eingeladen. Den Jeep lassen sie einfach mitten auf der Kreuzung stehen. Auf der Insel hat es nur sandige Straßen außer am Eurong QPWS, der zentralen Anlaufstelle für Touris. Da wir die Koreaner aufgeladen haben, ist dass auch unser erster Stop um diese wieder los zu werden.

 

Dann geht die eigentliche Tour los. Wir fahren auf den 75-Miles-Beach in Richtung Norden. Das Speedlimit ist auf 80 Km/h reduziert, was unser Fahrer aber voll ausnützt. Am ersten Stop der Tour können wir das Maheno Wreck begutachten. Das Schiff ist hier vor knapp 200 Jahren gestrandet, aber dafür ist es noch ganz gut in Schuss. Den Sicherheitsabstand von 3 m interessiert keinen, einige klopfen noch auf dem rostigen Eisen herum, um sich vom Zustand des Wracks zu überzeugen. Als nächstes halten wir dann bei den Pinnacles, dass ist ein sandsteinerner Berg der in verschiedensten Farben schimmert. Es geht zurück entlang des Strandes an den Eli Creek, einem Frischwasser-Fluss der in der Mitte der Insel entspringt. Er entsteht durch Regen der 80 Jahre lang durch den Sand sickert, ehe er in einen der vielen Flüsse mündet. Das Wasser ist so klar und sauber, dass man davon trinken könnte, würden sich nicht so viele Touris den Bachlauf entlang treiben lassen. Dies war dann auch unser letzter Stop vor der Mittagspause. Im Eurong Zentrum gibt es ein Mittagsbuffet, welches aber keiner weiteren Zeile wert ist. Die Koreaner sitzen hier immer noch fest und wir nehmen sie wieder mit, da der Weg nun wieder Richtung Festland geht. Bevor wir aber wieder zur Fähre fahren, stehen noch 2 Highlights an. Das Erste ist eine Tour durch den Regenwald entlang eines Flusslaufs der klarstes Wasser beinhaltet. Dieser fließt sehr ruhig, da es hier keine Steine hat. Auf der ganzen Insel gibt es nur sehr wenige Steine, um genau zu sein besteht diese aus 99% Sand und 1% Gestein. Auf dem Weg zeigt sich uns die beeindruckende Vegetation der Insel. Einige der Bäume haben einen Durchmesser von 2 m und sind älter als 1.000 Jahre. Am Ende des ½-stündigen Trips holt uns der Bus wieder ab und die holprige Fahrt geht weiter. Jeder Flugsimulator ist ein Witz gegen diese Fahrt und unser Fahrer kennt keine Gnade.

 

Das letzte Highlight ist auch eines der Größten. Der Lake McKenzie ist einer der klarsten und schönsten Seen, die wir je gesehen haben. Der Sand filtert das Wasser so gut, dass ein PH-Wert entsteht, wie ihn die Schönheitsindustrie pflegt. Hier ist es einfach paradiesisch, aus diesem Grund haben die Aborigines diesen Ort auch K’Gari genannt – Paradies.

 

Dies ist dann auch fast das Ende der Tour. Der Guide fährt uns an die Fähre und nach ca. 30 Minuten startet diese dann auch zum Festland. Die Sonne scheint uns während der Fahrt ins Gesicht und es bleibt noch etwas Zeit die Eindrücke des heutigen Tages Revue passieren zu lassen.

 

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